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21.1.2017

Sanierung der Dortmunder Berufskollegs

Im Zuge der Überlegungen zur Neuschaffung eines IT-Medien Berufskollegs in Dortmund hat die Stadt neben dem Neubau des Robert-Bosch-Berufskollegs auch die Sanierung aller anderen Dortmunder Berufskollegs beschlossen. Sie hat zum Schuljahr 2007/08 mit dem Umbau des Konrad-Klepping-Berufskollegs begonnen und wird das Leopold-Hoesch-Berufskolleg als letzte Schule im Brügmannzentrum erreichen.

Die Absichten des Schulträgers wurden zuletzt in einer entsprechenden Pressemitteilung des Verwaltungsvorstands der Stadt dargelegt und vom Rat der Stadt in seiner Sitzung vom 8.11.2007 beschlossen:


Städtischer Pressedienst, Datum: 18.09.2007

Verwaltungsvorstand bringt Sanierung der Berufskollegs im Brügmann-Zentrum mit Gesamtkosten von 46 Millionen Euro auf den Weg

Der Verwaltungsvorstand hat in seiner heutigen Sitzung (18. September 2007) die Sanierung der Berufskollegs im Brügmann-Zentrum (inkl. der zusätzlichen Arbeiten am Ausweichquartier Rheinische Straße) mit voraussichtlichen Gesamtkosten in Höhe von 46 Millionen Euro erörtert und empfiehlt dem Rat der Stadt Dortmund, die Vorlage der Städtischen Immobilienwirtschaft in seiner Sitzung am 08. November 2007 zu beschließen.

Die in der jetzigen Beschlussvorlage aufgeführten Sanierungskosten begründen sich im wesentlichen mit einem qualifizierten Bau- und Ausstattungsstandard, der sich an dem Verfügungsbau Robert-Bosch-Berufskolleg an der Sckellstraße orientiert.

Barrierefreiheit und Einsatz regenerativer Energien feste Planungsgrößen

Mit der Sanierung werden die Gebäude des Brügmann-Zentrums den aktuellen Vorschriften und Erkenntnissen in Sachen Barrierefreiheit und sparsame Energiebewirtschaftung angepasst. Die Belange der Behinderten und die Forderung nach Barrierefreiheit sind bei der Planung der Maßnahmen berücksichtigt worden. Die Haustechnik wird auf dem neuesten Stand der Technik hergestellt.

Oberflächen von Wänden, Decken und Böden, die durch bauliche Maßnahmen tangiert sind, werden im Standard eines Neubaues wieder hergestellt. Schadstoffe, die bereits durch Schadstoff-Untersuchungen belegt sind oder während der Baumaßnahme unvorhergesehen auftreten, werden entfernt und einer fachgerechten Entsorgung zugeführt.

Um eine möglichst hohe Energieeinsparung zu erzielen, werden energierelevante Bauteile wie einfach verglaste Fassadenelemente, Holzfenster, Dachdämmungen und teilweise Außenfassaden gemäß der Energie-Einsparverordnung ausgetauscht bzw. ertüchtigt. Die Eignung der Dachflächen zur Errichtung von Solarstromanlagen im Rahmen von Investorenmodellen wird untersucht.

Der gesamte Gebäudekomplex wird derzeit mit Fernwärme aus dem nahegelegenen Heizkraftwerk der DEW21 versorgt. Fernwärme ist aus ökologischer Sicht mit der Abwärme eines Blockheizkraftwerks (BHKW) vergleichbar. Es besteht daher keine Veranlassung, zukünftig über eine andere Wärmequelle zu beheizen.

Sanierungsarbeiten im Konrad-Klepping-Berufskolleg bereits begonnen

Der Rat der Stadt Dortmund hat am 14.06.2007 bereits die Sanierung des Konrad-Klepping-Berufskollegs beschlossen. Die Arbeiten sind angelaufen und werden in zwei Bauabschnitten durchgeführt, die im November 2008 abgeschlossen sein sollen. Unmittelbar im Anschluss daran ist der Beginn der Bauarbeiten am Karl-Schiller-Berufskolleg geplant. Die Durchführung erfolgt ebenfalls in zwei Bauabschnitten. Nach der aktuellen Rahmenterminplanung werden die Bauarbeiten dort im März 2010 abgeschlossen sein.

Der Schulbetrieb der kaufmännischen Berufskollegs (Konrad-Klepping- und Karl-Schiller-Berufskolleg) ist bzw. wird während der Bauarbeiten teilweise in das Gebäude an der Rheinischen Straße 69 ausgelagert. Die Räumlichkeiten dort wurden nach den Erfordernissen der Berufskollegs hergerichtet.

Die Sanierung der restlichen Flächen im Brügmann-Zentrum (Fritz-Henßler- und Leopold-Hoesch-Berufskolleg sowie die frei werdenden Flächen des Robert-Bosch-Berufskollegs) erfolgt im Anschluss an die Fertigstellung der Arbeiten im Karl-Schiller-Berufskolleg.

(Info-Nr.: 2030)

Projekt Schulumfeldgestaltung

Gemeinsam mit den benachbarten Berufskollegs im Brügmann- Zentrum arbeitet das Leopold-Hoesch-Berufskolleg an einer Verbesserung des Schulumfeldes am Standort. Projektpartner der Schulen und der Stadt Dortmund als Schulträger sind dabei der Gemeindeunfallversicherungsverband (GUVV Westfalen-Lippe) sowie das Netzwerk Bildung und Gesundheit "Opus NRW". Letzteres bietet auch eine genauere Beschreibung des Projektes im Netz.

Im Fachgebiet Städtebau und Bauleitplanung der Fakultät Raumplanung an der Technischen Universität Dortmund wurden Ideen zur Umgestaltung des Brügmann- Zentrums entwickelt, die in einen sogenannten "Masterplan" mündeten. Er sieht vor, das Brügmann- Zentrum als Campus neu zu gestalten und durch Wegfall der Brügmannstraße auch den Bereich des Fritz-Henßler-Hauses sowie den Sporthallenbereich einzubeziehen. Neben einer Neuregelung der Straßenführung und Schaffung neuer Parkplätze sieht er an erster Stelle die Begrünung weiter Flächen vor. Damit würden für die über 10.000 Schülerinnen und Schüler erstmals angemessene Aufenthaltsflächen für die Pausen geschaffen.

Alle Beteiligten sind sich einig, dass diese "Vision" Leitidee zukünftiger Veränderungen, insbesondere auch im Rahmen der anstehenden Sanierungen sein muss.

Hier der Masterplan als pdf-Datei

 

Der Masterplan im Überblick